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30h Woche – Nur ein neumodischer Trend?

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Die 30h Woche bei vollem Gehalt klingt nach wie vor für viele nach zu schöner Utopie. Dabei ist die „kurze Vollzeit“ für einige Arbeitnehmer bereits Realität – so auch für die Mitarbeiter von Lukmann Consulting. Aber kann diese Arbeitszeitregelung wirklich von Dauer sein? Die 40h Woche gibt es ja schließlich schon immer. Oder vielleicht doch nicht?

Zunächst einmal ein kleiner historischer Rückblick

Bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts unterlag die Arbeitszeit keiner einheitlichen Regelung. Deshalb mussten die Menschen damals auch noch bis zu 18 Stunden pro Tag arbeiten. Erst ein Jahrhundert später wurde zunächst die 45h, und anschließend die 40h Woche eingeführt.

Entwicklung der Arbeitszeit

Schön und gut! Aber warum kommen nun immer mehr Unternehmen auf die Idee eine 30h Woche einzuführen?

Ein paar Gründe, die für 30h Woche sprechen haben wir ja bereits in den letzten Blogartikeln erwähnt (z.B. höhere Bewerberzahlen oder Zeit für Weiterbildung). Nun möchten wir aber noch einige weitere Vorteile herausheben, die beweisen sollen, dass die „kurze Vollzeit“ mehr als nur ein Trend ist.

Weniger Krankenstände

Oft ist Stress der Auslöser für viele Krankheiten – das Immunsystem ist geschwächt, die Laune im Eimer und konzentrieren kann man sich sowieso nicht mehr. Deshalb wird die Work-Life-Balance für Arbeitnehmer auch immer wichtiger. Durch die 30h Woche hat man mehr Zeit für Sport und zum Abschalten, wodurch ein vitaler Lebensstil gefördert wird. Außerdem ist man früher zu Hause und hat so die Möglichkeit frisch gekochte (gesunde) Speisen auf den Tisch zu bringen. Deshalb: Kürzere Arbeitszeiten erhalten die Gesundheit und führen so zu weniger Krankenständen.

Mehr Gerechtigkeit

Zwar wird die Gleichberechtigung von Mann und Frau bereits heiß diskutiert, aber wirklich einfach ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor nicht. Fest steht: Wenn man sein Kind nicht den ganzen Tag im Kindergarten lassen will, muss einer zu Hause bleiben oder Teilzeit arbeiten. Und aufgrund der auseinanderklaffenden Einkommensschere ist das meist die Frau. Dabei würde laut Arbeitsklimaindex jede vierte Frau gerne ihren Teilzeitjob aufstocken und jeder dritte Mann gerne weniger arbeiten. Durch die 30h Woche würden also beide Geschlechter profitieren. 😉

Mehr Produktivität

Wie wir bereits einmal berichtet haben, ist es bei uns in der Software-Entwicklung oft schwierig über mehrere Stunden hinweg voll und ganz konzentriert zu sein. Besonders ab der 6 Stunde nimmt die Produktivität meist ab und Fehler schleichen sich ein. Das heißt, wenn Mitarbeiter zwar nur 6 Stunden am Tag, aber dafür umso effizienter arbeiten, entstehen weniger Fehler, die ausgebügelt werden müssen. Und darüber hinaus ist die Motivation, die Aufgaben schnell und sorgfältig abzuarbeiten, höher. Denn je früher die Arbeit (richtig) erledigt ist, desto früher kann man nach Hause gehen.

Fazit

Wir glauben fest daran, dass die 30h Woche mehr als nur ein kurzweiliger Trend ist. Denn wie man sieht haben sich die wöchentlichen Arbeitsstunden im Laufe der Zeit bereits um mehr als die Hälfte verkürzt. Warum sollte es also nicht so weiter gehen? Vor allem durch den Fortschritt in der Technik und durch die Digitalisierung konnte die Arbeitsleistung in den letzten Jahren enorm gesteigert werden. Deshalb sollten wir ja zumindest in den meisten Branchen eigentlich gar keine 40h Woche mehr benötigen, oder?

PS: Ach‘ ja, bevor ich es vergesse noch eine weitere kleine Anmerkung: Mitarbeiter, die ge- aber nicht überfordert werden sind glücklicher und leisten mehr. Das wiederum führt zu einer gesteigerten Produktivität, mehr Umsatz und damit glücklicheren Arbeitgebern. Ein gut gelaunter Chef fördert das positive Arbeitsklima und die Mitarbeiter sind glücklicher – Der Kreislauf beginnt also wieder von vorne! 😉

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